– WIESBADEN (MedCon/ms) – Das neu gegründete hessische Aktionsbündnis "Rettung der Krankenhäuser" hat heute in Wiesbaden unter dem Motto "Qualität statt Spardiät - gute Kliniken für Hessen" seine Ziele vorgestellt.
Die Ziele unterscheiden sich nicht von denen des bundesweiten Aktionsbündnisses, denn schließlich sind die Probleme der Krankenhäuser in allen Bundesländern die gleichen: Auch die hessischen Krankenhäuser fordern "eine angemessene und nachhaltige Finanzierung aller Kliniken, damit auch in Zukunft die hohe Qualität der notwendigen medizinischen Versorgung der hessischen Bevölkerung mit Krankenhausleistungen sichergestellt ist".
"Für die hessischen Kliniken ist in den Jahren 2008/2009 mit einer Finanzierungslücke von 450 Millionen Euro zu rechnen", klagt der Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft, Holger Strehlau. "Da die angeblichen Rationalisierungspotenziale der Krankenhäuser inzwischen mehr als ausgeschöpft sind, kann diese Finanzierungslücke von ihnen nicht aus eigener Kraft geschlossen werden, ohne dass es dabei zu einer einschneidenden Verschlechterung der medizinischen Versorgungsqualität kommt."
Konkret fordert das Bündnis die Abschaffung des Sanierungsbeitrags für die GKV und der Deckelung der Krankenhausbudgets, einen Ausgleich für steigende Energie- und Sachkosten, die Finanzierung medizinischer Innovationen und eine volle Gegenfinanzierung der Tariflohnsteigerungen.
Ungewöhnlich ist die Zusammensetzung des Bündnisses aus zehn Organisationen: Die hessische Krankenhausgesellschaft und die hessische Landesgruppe des Verbands der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) kämpfen hier Seite an Seite mit dem Marburger Bund, ver.di, der Landesärztekammer und dem Beamtenbund.
ESSEN (MedCon) - München, Frankfurt am Main und Heidelberg sind nach einer Untersuchung besonders gefragte Gesundheitszentren. Die Kliniken in diesen Städten zögen besonders viele Patienten von auswärts an, ermittelte das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. München liege dabei bundesweit auf Platz eins, wenn man die Bedeutung einer Region als Gesundheitszentrum danach bemesse, wie viele Patienten von außerhalb zuwanderten. Die Zahl der Abgewanderten wird dabei abgezogen.
28.04.2008 (dpa/th) - Das Land Thüringen unterstützt den Neubau der Thüringer-Kliniken in Rudolstadt mit mehr als 4,5 Millionen Euro. Sozialminister Klaus Zeh (CDU) übergab am Freitag einen Bewilligungsbescheid. Damit habe sich die Fördersumme des Landes auf rund 31 Millionen Euro erhöht, teilte ein Sprecher der Kliniken mit. Das etwa 33 Millionen teure Haus soll im März 2009 fertig sein. Einziehen sollen in den Neubau die Klinik für Innere Medizin mit dem Schlaganfallzentrum und die Geriatrische Klinik. Auf zwei Etagen werde Platz für rund 150 Betten sein.
25.04.2008 (dpa) - Nach dem Ärzteprotest am Hildesheimer Ameos-Klinikum wegen angeblich zu langer Arbeitszeiten (wir berichteten) hat das Gewerbeaufsichtsamt zunächst keine Verstöße festgestellt. Die in der Klinik zulässige maximale Arbeitszeit von 60 Stunden pro Woche sei 2007 lediglich zweimal um wenige Minuten überschritten worden, teilte Amtsleiter Bernd Wiener am Donnerstag mit. Überprüft werde nun, ob die Mediziner den für eine 60-Stunden-Woche erforderlichen Freizeitausgleich erhalten haben.
24.04.2008 (MedCon/ms) -Der Berliner Klinikkonzern Vivantes erarbeitet ein neues Strukturkonzept. Danach will der Konzern den Standort Prenzlauer Berg aufgeben und die Betten an den Nachbarstandort Friedrichshain verlagern, berichtet die "Berliner Morgenpost". Kommunalpolitiker fürchten jetzt schon um das Tempelhofer Weckenbach-Klinikum. Die Vivantes-Leitung dementiert jedoch noch Schließungspläne.
22.04.2008 (dpa) - Im Totschlagsprozess gegen eine Krebsärztin in Hannover hat das Landgericht die Krankenakten der betroffenen Klinik als vollkommen mangelhaft kritisiert. "Was ist denn das für ein Laden hier, in dem nicht mehr feststellbar ist, ob irgendwelche Medikamente gegeben wurden oder nicht?", hielt der Vorsitzende Richter am Montag bei der Zeugenvernehmung einem Arzt der Paracelsus-Klinik in Langenhagen vor. Der Mediziner war Assistenzarzt der angeklagten 58 Jahre alten Ärztin, die acht Patienten mit hohen Dosen Morphium und Valium getötet haben soll. Die Angeklagte bestreitet die Vorwürfe und spricht von Sterbebegleitung. Eine minutiöse Auflistung verabreichter Medikamente gebe es allenfalls auf der Intensivstation, hielt der Mediziner entgegen. Über die Gabe von Morphium bei Sterbenskranken habe die angeklagte Ärztin alleine entschieden, an der Richtigkeit der Maßnahme habe er in keinem Fall irgendeinen Zweifel gehabt.
11.04.2008 (dpa/sn) - Das Städtische Klinikum in Görlitz will sich mit Investitionen von 18 Millionen Euro zum regionalen Gesundheitszentrum entwickeln. «Wir bauen ein neues Zentrum für Intensivmedizin, eine Spezialstation für Schlaganfälle und eine Klinik für Neurologie», sagte Geschäftsführer Ekkehart Paditz am Freitag laut einer Mitteilung. Dazu wird das denkmalgeschützte Haupthaus modernisiert. Zudem werden die Klinik für Strahlentherapie und die Krebsstation ausgebaut. Sachsen fördert das Vorhaben mit 13,8 Millionen Euro. Rund vier Millionen Euro bringt das Klinikum selbst auf, unter anderem rund 1,5 Millionen Euro für ein neues Gerät zur Magnetresonanztomographie.
09.04.2008 (MedCon/ms) - Der Münchner Pflegeheimbetreiber Curanum hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz
geringerer Auslastungseine Umsatzerlöse um
6,6% auf 230,1 Mio. ? (Vj. 215,7 Mio. ?) gesteigert. Damit entsprachen sie nach Unternehmensangaben "voll und ganz den Erwartungen". Der Umsatzanstieg sei vorwiegend auf die
Einbeziehung der Fazit-Gruppe und der Seniorenresidenz Armbrustergasse
in Wien für ein ganzes Jahr zurückzuführen.
08.04.2008 (dpa) - Das Urteil zur Mordserie an der Berliner Charité ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte die Verurteilung einer ehemaligen Krankenschwester zu lebenslanger Haft. Die 55 Jahre alte Frau hatte in den Jahren 2005 und 2006 todkranken Patienten Medikamente verabreicht, die aufgrund der schwachen Konstitution der Betroffenen zum Tod führten. Wie das Gericht am Montag mitteilte, blieb damit die Revision der Frau im Wesentlichen erfolglos. Der in Leipzig ansässige 5. BGH-Strafsenat änderte lediglich den Schuldspruch ab. Danach ist die Frau in drei Fällen des Mordes und in zwei Fällen des Totschlags schuldig. Auf die Strafhöhe hatte dies keine Auswirkung. (Az.: 5 StR 525/07) Das Berliner Landgericht hatte die Frau im Juni 2007 wegen fünffachen Mordes verurteilt.
07.04.2008 (tg) - Moritz Quiske (41) leitet seit ab sofort den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Er begann seine Karriere nach seinem Studium der Politikwissenschaft als Redakteur für den privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunk. In Bonn und Berlin betreute er viele Jahre die Ressorts Gesundheit, Wirtschaft und Finanzen. Unter anderen war er als Fernsehredakteur für den Nachrichtensender n-tv tätig.
31.03.2008 (dpa/lnw) - Das Klinikum Minden ist am Sonntag in ein neues Domizil eingezogen. Die Verlagerung sei etwas früher als geplant beendet worden, teilten die Mühlenkreiskliniken am Sonntag in Minden mit. Zuletzt sei eine Patientin am Mittag als letzte vom alten Klinikum II in das neue Johannes-Wesling-Klinikum gebracht worden. Fast 2000 Menschen, Klinikpersonal sowie Helfer von Feuerwehren und Polizei, hatten am Wochenende rund 300 Kranke von den zwei Standorten im Zentrum der Stadt zu dem einige Kilometer entfernten Neubau gebracht. 55 Fahrzeuge von Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen waren im Einsatz.
20.03.2008 (dpa/th) - Mit der auch bundesweit neuartigen Zusammenlegung von Fachabteilungen will das SRH Zentralklinikum Suhl dem Kostendruck entgegenwirken und eine bessere Versorgung der Patienten erreichen. Das neue Herz-, Gefäß-, Lungenzentrum werde am 1. September 2008 in Betrieb genommen und sei Vorreiter für die Umstrukturierung auch anderer SRH-Kliniken in Deutschland, sagte Klinikum-Geschäftsführer Thomas Wolfram am Mittwoch in Suhl. Die Konzentration der Fachkompetenzen soll Diagnostik und Therapie enger verzahnen, unnötige Doppel-Untersuchungen vermeiden, die Liegezeit verkürzen, Zeit gewinnen und Kosten minimieren.
05.03.2008 (dpa) - An der Universitätsklinik Halle sollen in diesem Jahr erstmals Nieren verpflanzt werden, deren Spender und Empfänger unterschiedliche Blutgruppen haben. Diese Transplantationsmethode hatten Tübinger Ärzte Ende 2006 weltweit zum ersten Mal angewandt. Die Verpflanzung von Nieren hat in Halle eine lange Tradition: 1966 wurde dort zum ersten Mal in der DDR eine Niere transplantiert. Mittlerweile wurden in Halle 1500 solcher Eingriffe vorgenommen, das Jubiläum soll an diesem Freitag gefeiert werden. Im vergangenen Jahr gab es an an der Uniklinik 75 Nierentransplantationen - das war der Höchststand seit 1990. Zwei Jahre zuvor waren 81 Nieren verpflanzt worden.
27.02.2008 (dpa) Neuer Ärztlicher Direktor des Meinzer Uniklinikums wird zum 1. April der Direktor der Augenklinik und Poliklinik, Prof. Norbert Pfeiffer (49). Er löst den Professor für Innere Medizin, Peter Galle (51), ab, dessen Amtszeit nach drei Jahren ausläuft. Wie das Klinikum am Dienstag in Mainz mitteilte, stand Pfeiffer schon einmal von 2000 bis 2003 an der Spitze der Universitätsklinik. Er ist seit 1990 an dem Krankenhaus tätig. Er wolle das Mainzer Klinikum «in eine selbstbestimmte, zukunftsfeste, hervorragende Position» in Deutschland führen, sagte Pfeiffer laut Mitteilung.
20.02.2008 (dpa) - Das Landgericht Bielefeld hat einem früheren Jugendfußballer nach einem ärztlichen Kunstfehler 1,36 Millionen Euro Schadenersatz zugesprochen. Der heute 33-Jährige hatte eine Bielefelder Klinik auf Entschädigung aus entgangenen Einnahmen als Profifußballer verklagt, weil er nach einer Sportverletzung falsch behandelt worden war. Der damals 18-Jährige hatte einen Meniskusabriss und einen Kreuzbandbandriss erlitten. Eine Infektion in dem Knie behandelten die Ärzte zu spät. Das Landgericht wertete dies als groben Behandlungsfehler. Die Richter fällten damit erstmals in Deutschland ein Urteil in einem solchen Fall (Az.: 4 O 234/03). Weil dem 18-Jährigen von Experten seinerzeit eine Karriere als Profifußballer vorausgesagt worden war, errechnete das Gericht eine wahrscheinliche Dauer der Laufbahn von noch 13 Jahren.
20.02.2008 (dpa/sn) - Das Universitätsklinikum Dresden darf sich künftig "Prostatakarzinom-Zentrum" nennen. Dieser Titel wurde ihr gestern auf dem Deutschen Krebskongress verliehen. Das neu gebildete Zentrum betreut Krebspatienten in allen Phasen fächerübergreifend - von Diagnostik über Therapie bis hin zur Nachsorge. Die Deutsche Krebsgesellschaft knüpft an die Vergabe des Titels hohe Anforderungen. Laut Uniklinikum behandeln die Urologen hier jährlich rund entsprechende 600 Patienten, bei knapp zwei Dritteln der Betroffenen wird die Prostata entfernt.
12.02.2008 (dpa/lno) - Mehr als 600 Beschäftigte des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) in Lübeck haben heute gegen Ausgliederungspläne des Vorstandes für das Klinikum protestiert. Zu dem dreistündigen Warnstreik hatte die Gewerkschaft Ver.di aufgerufen. Ab 13.30 Uhr sollen nach Gewerkschaftsangaben auch Mitarbeiter des UKSH in Kiel für eine Stunde die Arbeit niederlegen. Am Nachmittag wird sich der Aufsichtsrat des UKSH voraussichtlich mit einem Gutachten befassen, das zur Sanierung des angeschlagenen Klinikums die Privatisierung nichtmedizinischer Bereiche empfiehlt.
08.02.2008 (MedCon/ms) - Grasen die Heuschrecken nun auch die Kliniken ab? In Großbritannien sieht es nach der Lockerung des staatlich gesteuerten Gesundheitssystems so aus, berichtet die "Financial Times Deutschland": Der Klinikbetreiber Spire Healthcare, der zum Finanzinvestor Cinven gehört, kauft die Classic Hospital Group für umgerechnet 194 Millionen Euro vom Investor LGV Capital.
05.02.2008 (dpa/lby) - Im Kampf gegen Allergien soll in München nach Angaben der LMU das erste fachübergreifende Allergiezentrum im süddeutschen Raum entstehen. Dazu werden sich sechs Kliniken mit den Schwerpunkten Arbeits- und Umweltmedizin, Pneumologie, Dermatologie und Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde zusammenschließen. Ziel sei es, eine Lücke in der Patientenversorgung durch interdisziplinäre Forschung im Verbund mit vernetzter Diagnose und Therapie zu schließen. Ein Standort des neuen Zentrums mit einer Ambulanz sei noch nicht bestimmt worden.
30.01.2008 (dpa/lno) - Das modernste deutsche Strahlentherapiezentrum zur Behandlung von Krebs soll in Kiel entstehen. Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerium gab am Dienstag die Entscheidung zu Gunsten der Landeshauptstadt bekannt. Das Partikeltherapiezentrum (PTZ) soll in der Nähe des Universitätscampus entstehen und Ende 2011 eröffnet werden. 250 Millionen Euro Gesamtkosten sind geplant. Die Einrichtung solle eines der modernsten Krebstherapie-Zentren für Patienten aus ganz Norddeutschland und Südskandinavien werden, hieß es.
28.01.2008 (dpa/lno) - Die UKE Consult- und Management GmbH (UCM) des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) hat einen Managementvertrag für ein Krankenhaus im Jemen geschlossen. Das Geschäft laufe über fünf Jahre und umfasse mehrere Millionen Euro, sagte Mathias Goyen, Geschäftsführer der UKE-Tochter UCM am Freitag. Zwei UCM-Manager werden in dem Polizeikrankenhaus in der Hauptstadt Sana'a arbeiten. Die Einrichtung stehe der gesamten Bevölkerung offen. "Die Erlöse helfen auch, die Patientenversorgung in Hamburg zu verbessern", heißt es.
25.01.2008 (dpa/lsw) - Das Kreiskrankenhaus Lörrach hat unter anderem wegen Magen-Darm-Erkrankungen durch das Norovirus eine Station vorübergehend schließen müssen. Insgesamt über 30 Mitarbeiter fielen gleichzeitig wegen Krankheit aus. Etwa ein Drittel des erkrankten Pflegepersonals leide an dem ansteckenden Norovirus. Die Patienten der betroffenen Station wurden innerhalb der Klinik verlegt. Die chirurgisch-internistische Station soll bis einschließlich Montag geschlossen bleiben.
15.01.2008 (MedCon/sw) - Nach den jüngsten Vorfällen Ende letzten Jahres in einem Magdeburger Pflegeheim (wir berichteten) klagt der Enkel einer Bewohnerin erneut über katastrophale Zustände in einer weiteren Einrichtung. Einem Bericht in der örtlichen Tageszeitung "Magdeburger Volksstimme" zufolge, soll die 94 Jahre alte Großmutter in dem Heim nicht ausreichend Flüssigkeit erhalten haben. Insgesamt habe ihr Enkel über einen verwahrlosten Zustand seiner Großmutter berichtet. Das Landesverwaltungsamt will nun den Fall der alten Dame untersuchen.
09.01.2008 (dpa/sa) - Im Krankenhaus Köthen (Sachsen-Anhalt), das wegen Norovirus-Infektionen seit Samstag für den Besucherverkehr geschlossen worden ist, gibt es bislang 17 bestätigte Norovirus-Fälle bei Patienten und Personal. Wegen der Ansteckungsgefahr ist die Klinik seit Samstag für Besucher gesperrt. Bei 31 Patienten bestehe Norovirus-Verdacht und auch zehn Mitarbeiter seien seit Freitag an Durchfall erkrankt. Die leicht übertragbaren Noroviren breiteten sich auf den Inneren Stationen aus.
02.01.2008 (MedCon/ms) - In Hamburg entsteht eine neue Einrichtung für Medizinstudenten als Kooperation der Asklepios Medical School und der Universität Semmelweis (Bereich Humanmedizin) in Budapest. Die erste Gruppe von rund 40 Studierenden wird in Budapest ihr Physikum ablegen, um dann ab September 2008 das Studium in Hamburg abzuschließen. Voraussetzung für den pünktlichen Studienbeginn ist das erfolgreich abgeschlossene Akkreditierungsverfahren der Kliniken.
21.12.2007 (dpa/lrs) - Der Weg für die grundlegende Modernisierung der Uni-Klinik des Saarlands in Homburg ist frei. Wie der saarländische Wissenschaftsminister Joachim Rippel (CDU) am Freitag mitteilte, haben sich das Land und die Klinikleitung im Kern über das mehr als 140 Millionen Euro teure Projekt verständigt. Nur so könnten die Betriebsabläufe optimiert, Patientenversorgung auf höchstem medizinischen Niveau garantiert und qualifizierte Forschung und Lehre betrieben werden. Im Januar werde der Ministerrat die notwendigen formalen Entscheidungen treffen.
24.11.2007 (dpa/MedCon) - Im Rahmen des länderübergreifenden Euregio-Projekts hat sich die Fallzahl der Infektionen mit multiresistenten MRSA-Bakterien in den beteiligten 40 Krankenhäusern deutlich reduziert. Dies teilte das Universitätsklinikum Münster gestern mit. Durch ein Screening, bei dem Risiko-Patienten nach niederländischem Vorbild bei ihrer Aufnahme auf den Erreger getestet werden, sollen MRSA-Träger auch in den deutschen Krankenhäusern frühzeitig erkannt und behandelt werden.
04.12.2007 (MedCon/ms) - Die Damp-Gruppe, die größte private Klinikgruppe in Norddeutschland mit Sitz im Ostseebad Damp, wird künftig alle medizinischen und nicht-medizinischen Dienstleistungen der zugehörigen Krankenhäser zentral koordinieren. So sollen die einzelnen Häuser sich stärker auf ihr Kerngeschäft, die Behandlung der Patienten, konzentrieren können.
23.11.2007 (dpa) - Die Klinikkette Asklepios übernimmt zum 1. Dezember die renommierte Hamburger CardioCliniC. Die bislang private Klinik behandelt pro Jahr zwischen 600 und 700 Patienten aus dem ganzen Bundesgebiet und ist im Hamburger Krankenhausplan mit 25 Betten aufgenommen, teilte Asklepios mit. Damit steht die CardioCliniC allen herzkranken Patienten offen.
13.11.2007 (dpa/mv) - Als erstes medizinisches Versorgungszentrum in Deutschland erhält das Zentrum an der Asklepios-Klinik Pasewalk die Zertifizierung der Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus (KTQ). Im KTQ-Verfahren werden medizinische, pflegerische und verwaltungstechnische Abläufe offengelegt. Auf Grundlage der Daten könnten Behandlungsprozesse effizienter gestaltet werden, sagte ein Sprecher am Montag. Das Zertifikat, das es erst seit 2007 auch für Versorgungszentren und Praxen gibt, gilt für drei Jahre.
06.11.2007 (dpa/lhe) - Ein Aufenthalt in hessischen Krankenhäusern hat im vergangenen Jahr pro Patient 3520 Euro gekostet. Dies entspreche einem Anstieg von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mit. Gleichzeitig stiegen die Kosten der Krankenhäuser für stationäre Behandlung um etwa 39 Millionen Euro auf rund 4,1 Milliarden Euro. Durchschnittlich kostete 2006 ein Tag in stationärer Behandlung 421 Euro und war so knapp zwei Prozent teurer als im Vorjahreszeitraum.
05.11.2007 (dpa/sn) - Die Zahl der am Norovirus erkrankten Sachsen in der Kreischaer Klinik ist deutlich zurückgegangen. Seit Donnerstag sei der Virus bei zwei weiteren Patienten und fünf Mitarbeitern aufgetreten, teilte die Bavaria Klinik in Kreischa mit. Insgesamt erkrankten bisher rund 107 Patienten an dem Virus, darunter sechs Jugendliche. Auch 25 Krankenhaus-Mitarbeiter sind betroffen. Wie das Virus in die Bavaria Klinik nach Kreischa kam, ist weiterhin unklar.
26.10.2007 (dpa/th) - Die Experten am Universitätsklinikum Jena können ab sofort in den weltweiten Datenbanken nach passenden Spendern von Knochenmark für Leukämiekranke suchen. Die Klinik gehört nun zu den 17 durch ein Zertifikat anerkannten Einrichtungen in Deutschland. Bisher wurden die Anfragen aus Jena nach Essen oder Ulm geschickt.
26.10.2007 (dpa/lby) - Der Klinikbetreiber Rhön Klinikum sieht sich nach einem Umsatz- und Ergebnisanstieg im dritten Quartal für das Gesamtjahr im Plan. Für das dritte Quartal wies Rhön Klinikum ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 41,9 Millionen Euro nach 39,3 Millionen Euro im Vorjahr aus. Angetrieben durch die Klinikkäufe verbesserte sich der Umsatz auf 505,6 Millionen Euro (Vorjahr: 489,8), während der Gewinn nach Minderheiten von 23,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 32,7 Millionen Euro stieg.
25.11.2007 (dpa/bb) - Der Neubau der Charité in Berlin-Mitte wird knapp 30 Millionen Euro teurer als bisher geplant. Wegen fehlerhafter Berechnungen des Architekten werde der Bau statt der bisher veranschlagten fast 56 Millionen Euro nun rund 86 Millionen Euro kosten, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Das bedeutet eine Kostensteigerung um mehr als 50 Prozent. In dem Neubau der Charité, Europas größtem Universitätsklinikum, sollen die Vorklinik sowie ein Forschungsgebäude für Immun- und Neurowissenschaften Platz finden. Wann die Bauarbeiten beginnen werden, ist den Angaben zufolge noch unklar. Geplant sei jedoch, Anfang 2010 fertig zu sein.
25.10.2007 (MedCon/sw) - Wie die evangelische Heimstiftung in ihrem aktuellen Alten-Pflege-Monitor vorstellt, würden sich nur acht Prozent der über 50-Jährigen im Bedarfsfall stationär pflegen lassen. 35 Prozent würden sich für einen ambulanten Pflegedienst entscheiden. Auch die Pflege durch Angehörige liegt bei 35 Prozent. Pflegeheime genießen in Deutschland einen schlechten Ruf. Die Qualität machen die Befragten an subjektiven Indikatoren wie dem Umgangston des Personals untereinander fest. 81 Prozent befanden, dass das Personal in den Pflegeeinrichtungen zu wenig Zeit habe, nur 23 Prozent meinen, dass man in der Pflege gut versorgt werde.
23.10.2007 - Neun der 71 Berliner Kliniken klagen gegen die fortschreibung der Krankenhausplanung der Senatsverwaltung für Gesundheit. Dies berichtet "Welt Online". Im Krankenhausplan legt die Senatsverwaltung fest, welche Kliniken für die medizinische Versorgung notwendig sind und wie viele Betten und welche Abteilungen die Häuser vorhalten dürfen. Gegenstand der Klage sind unter anderem Einschränkungen in der Gefäßmedizin, bei denen bestimmte Kliniken das Dehnen von Gefäßen oder das Einsetzen von Stents bei Gefäßeinengungen nicht mehr erbringen dürfen.
28.09.2007 (dpa/bb) - Zur Versorgung Frühgeborener hat die Berliner Charité medizinische Geräte im Neuwert von 200 000 Euro an eine Klinik in Usbekistan gespendet. Das Republikanische Perinatalzentrum in Taschkent behandle früh- und neugeborene Kinder mit lebensbedrohlichen Fehlbildungen, teilte die Charité am Donnerstag mit. Dafür fehlten ihr jedoch viele Spezialgeräte. Der Direktor der Charité-Klinik für Neonatologie, Roland Wauer, sammelte Inkubatoren, Wärmebetten, Monitore und Beatmungsgeräte, die in Berlin nicht mehr gebraucht werden. Diese Geräte seien bereits mit Hilfe der Usbekischen Botschaft nach Taschkent geflogen worden, hieß es.
28.09.2007 (dpa) - Der frühere Vorstand der Tchibo-Holding, Wilfried Boysen, leitet künftig die Beteiligungsgesellschaft Asklepios Kliniken GmbH (AKG). Der 66-Jährige wurde am Donnerstag vom Aufsichtsrat zum neuen alleinigen Geschäftsführer bestellt. Das Hamburger Unternehmen hält alle Beteiligungen an den Gesellschaften der Asklepios Kliniken Gruppe, die in Deutschland 35 000 Mitarbeiter beschäftigt. Jährlich setzt sie rund 2,3 Milliarden Euro um und ist damit eine der größten privaten Klinikketten in Europa. In Hamburg hatte Asklepios den Landesbetrieb Krankenhäuser übernommen. Boysen war auch bei dem früher zu Tchibo gehörenden Tabakhersteller Reemtsma als Finanzvorstand tätig und 2002 in den Ruhestand gegangen.
21.09.2007 (dpa/lno) - Das Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) wird von allen Altschulden, die auf Altersversorgungsansprüchen aus der Zeit vor 2001 beruhen, befreit. Der CDU-Senat beschloss am Dienstag nach eigenen Angaben, dass der Hamburgische Versorgungsfonds die nötigen Zahlungen erstatten wird. So könne das UKE bis 2010 ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erreichen. Die erforderlichen rund 100 Millionen Euro würden aus der «allgemeinen Haushaltsrücklage» entnommen.
03.09.2007 (MedCon/ms) - Gleich mehrere Krankenhäuser sind auf einen gewitzten Pharmareferenten hereingefallen, berichtet der Branchendienst kma. Um die Übernachtungskosten als reisender Pharmareferent zu sparen, ließ sich der 57-Jährige wegen erfundener Krankheiten als Privat-Patient behandeln und verschwand kurz vor Ende seiner Aufenthaltsdauer. Doch die Polizei kam ihm auf die Schliche und schickte ihn ohne Übernachtungskosten ins Gefängnis.
16.08.2007 (dpa/lnw) - In einer Fachklinik müssen nach einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil des Landgerichts Kleve auch tatsächlich Fachärzte arbeiten. Mit diesem Argument verboten die Richter einer Zahnklinik, mit der Bezeichnung «Fachklinik für Kieferorthopädie» zu werben, ohne dass in dem Krankenhaus tatsächlich Fachärzte für Kieferorthopädie arbeiteten. Die Klinik hatte auf die Klage dreier niedergelassener Fachärzte geltend gemacht, dass die bei ihr tätigen Ärzte auch ohne Facharztausbildung hochspezialisiert und qualifiziert seien. Das Gericht wies die Werbung in dem noch nicht rechtskräftigen Urteil als irreführend zurück (AZ.: 8 O 2/07).