Krankenkassen zahlen 2009 fünf Milliarden Euro an den Fiskus

Foto: geralt/www.pixelio.de
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01.12.2008 – HAMBURG (MedCon/ar) – Die Krankenkassen erwarten für das kommende Jahr mit rund fünf Milliarden Euro eine Rekordausgabe für Mehrwertsteuer auf Medikamente. Das ergibt sich laut der Techniker Krankenkasse (TK) aus der Prognose des Schätzerkreises beim Bundesversicherungsamt, der Arzneimittelausgaben für 2009 in Höhe von mehr als 31 Milliarden Euro erwartet.

Für das laufende Jahr gehen die Schätzer von rund 29 Milliarden Euro aus, darin sind 4,6 Milliarden Euro Mehrwertsteuer enthalten.

In Deutschland wird auf Medikamente seit 2006 der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent erhoben. In 2007 zahlten die Krankenkassen dagegen insgesamt nur 27,8 Milliarden, inklusive 4,4 Milliarden Mehrwertsteuer. Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Luxemburg oder die Niederlande verlangen dagegen nur einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf Medikamente.

"Würde Deutschland den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent erheben, wie er hierzulande für Bücher oder Schnittblumen gilt, würden die Kassen im kommenden Jahr über drei Milliarden Euro weniger Steuern bezahlen". Das entspräche 0,3 Beitragssatzpunkten in der gesetzlichen Krankenversicherung. "Allerdings hat diese Rekordsumme keinerlei Auswirkungen auf Leistungskürzungen für Ärzte", so Pressesprecherin Dorothee Meusch von der TK gegenüber der MedCon-Redaktion".



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