Studie stellt Online-Medikamentenhändler in schlechtes Licht

Pillen aus dem Internet stammen oft von illegalen Händlern (FotO. pixelio)
Pillen aus dem Internet stammen oft von illegalen Händlern (FotO. pixelio)

29.07.2008 – BERLIN/SALZKOTTEN (MedCon/ms) – Eine europäische Studie hat aufgedeckt, dass die Mehrzahl der internationalen Medikamentenhändler illegal arbeitet. Für den Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) sind solche Anbieter aber nicht mit den in Deutschland zugelassenen Versandapotheken vergleichbar.

"Der Versand verschreibungspflichtiger Medikamente ohne Vorlage eines Rezepts ist bei Internethändlern gängige Praxis" - diese vernichtende Schlussfolgerung zieht die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) aus einer Studie der European Alliance for Access to Safe Medicines (EAASM). Diese Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, die Arzneimittelfälschung zu bekämpfen. Sie besteht etwa zur Hälfte aus Vertretern der Pharmaindustrie, zur Hälfte aus unabhängigen Experten.

Für ihre Studie suchte die Organisation Internethändler über die gängigen Suchmaschinen mit den Schlüsselwörtern "online pharmacy", "cheap medicines", "medicines online" und "buy [Medikamentenname] online". Ausdrücklich wurden auch Spam-Mails nicht ausgeschlossen.

Das Ergebnis: Über 90 Prozent der 116 getesteten Internetseiten boten den Versand verschreibungspflichtiger Medikamente ohne Rezept an. Generell arbeiteten 96 Prozent der Händler illegal.

"Auch diese Studie zeigt: Im Internet werden Arzneimittel verramscht, und Fälschungen sind an der Tagesordnung. Deshalb ist es ein Gebot des Verbraucherschutzes, den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu verbieten", schließt Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer, aus der EAASM-Studie.

Nach Ansicht des BVDVA können aus dieser Studie jedoch keine Rückschlüsse auf die Sicherheit deutscher Online-Apotheken gezogen werden: "Zugelassene Versandapotheken sind immer Präsenzapotheken mit der Sondererlaubnis zum Arzneimittelvertrieb, die behördlich überwacht werden. Damit sind sie ebenso sicher wie die Apotheke vor Ort", sagt der BVDVA-Vorsitzende Christian Buse.

"Deutsche Apotheken sind sicher", betont auch Dr. Ursula Sellerberg, stellvertretende Pressesprecherin der ABDA. Aber: "Wenn Sie im Internet sind, wissen Sie nicht, wer dahintersteckt." "Die ABDA unterschätzt den intelligenten Verbraucher", entgegnet Kerstin Kilian, Pressebeauftragte des BVDVA. "Die meisten Menschen fragen bei ihrer Krankenkasse nach Versandapotheken." Das Gütesiegel der BVDVA garantiere außerdem, dass es sich um eine zugelassene Versandapotheke handele.

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    Rabattvertrag für Schizophrenie-Originalpräparat

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    Apothekertag: Mehrwertsteuer auf Arzneimittel senken

    28.09.2007 (dpa) - Der Deutsche Apothekertag hat eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent gefordert. Eine ermäßigte Mehrwertsteuer auf Medikamente würde das Gesundheitssystem um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr entlasten, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Donnerstag in Düsseldorf mit. In Ländern wie Frankreich, Italien oder Polen gelte für Arzneimittel bereits ein deutlich geringerer Mehrwertsteuersatz als der sonst landesübliche. Die "Düsseldorfer Erklärung" werde von Apothekern, Arzneimittelherstellern, Ärzten Krankenkassen und Patientenverbänden gleichermaßen unterstützt.

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    Noch mehr Discount-Apotheken

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    Bundesweite Apotheken-Notdienst-Hotline

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    Rückruf von Omeprazol-Kapseln

    21.09.2007 (MedCon) - Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker informiert in Abstimmung mit der zuständigen Überwachungsbehörde über einen Rückruf des Herstellers biomo pharma GmbH. Betroffen sind wegen Untermischung mit Losartan Tabletten in unbekanntem Umfange beim Lohnhersteller Omeprazol-biomo 40 mg Kapseln in den Packungsgrößen 15, 30, 50, 60, und 100 Hartkapseln folgender Chargen: LC00 -398, -402, -404, -411, -412, -464, -465, -483, -491, -517, -519, -528. Alle öffentlichen Apotheken sind aufgefordert, die entsprechenden Packungen in Quarantäne zu nehmen.

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    Versandapotheke Sanicare wächst


    31.07.2007 (MedCon) - Die Versandapotheke Sanicare aus Bad Laer bei Osnabrück wächst stetig weiter. Der Umsatz habe sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/2007 um 76 Millionen Euro auf 356 Millionen Euro gesteigert. Dabei habe sich der Versandapothekenumsatz von 80 auf 125 Millionen Euro erhöht. Die Zahl der Mitarbeiter sei von 500 auf 662 angewachsen. Sanicare ist nach eigenen Angaben der größte Arzneimittelversender Deutschlands.