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– HALLE/SALZKOTTEN (MedCon/ms) – Vor dem Hintergrund zunehmender Arzneimittelfälschungen und Kritik von Seiten der Apothekerverbände bemühen sich die Versandapotheken, die Unbedenklichkeit ihres Geschäfts herauszustellen.
"Jede mit dem Gütesiegel des Bundesverbands Deutscher Versandapotheken (BVDVA) ausgezeichnete Versandapotheke bietet geprüfte Sicherheit, zu der auch ein geschlossener Kreislauf zwischen Pharmaherstellern und Versandapotheken gehört", betont Walter Oberhänsli, Chef der Schweizer "Zur Rose Gruppe", die auch für die in Halle/Saale ansässige Versandapotheke "Zur Rose" arbeitet. "Gefälschte Arzneien oder der Verkauf nicht zugelassener Produkte lassen sich für diese Versandapotheken praktisch ausschließen", ist sich Oberhänsli sicher.
Der Ruf der Versandapotheken hatte in der jüngsten Zeit gelitten. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hatte mehrfach behauptet, nur die wohnortnahe Präsenzapotheke könne eine sichere Arzneimittelversorgung gewährleisten (wir berichteten). Der Verbraucher könne eine seriöse nicht von einer unseriösen Versandapotheke unterscheiden. Das Bundeskriminalamt berichtete zudem über zunehmende Fälle von Arzneimittelfälschungen nicht nur bei Lifestyle-Medikamenten.
Viele niedergelassene Apotheken haben aber in einem Test der Stiftung Warentest nicht gut abgeschnitten (wir berichteten). "So wenig diese bei einzelnen stationären Apotheken testierten Beratungsmängel bedeuten, dass alle niedergelassenen Apotheker schlechte Arbeit machen, so wenig stimmt der von Lobbyisten erhobene Pauschalvorwurf, dass Versandapotheken nicht sicher oder unzuverlässig sind", greift Oberhänsli das Testergebnis auf und plädiert für einen fairen Umgang miteinander. Die Versandapotheke "Zur Rose" selbst wurde von der Stiftung Warentest bereits 2007 mit "gut" bewertet.
Das bayerische Kabinett hatte außerdem in der letzten Bundesratssitzung vor der Sommerpause einen Entschließungsantrag zum Verbot des Versands rezeptpflichtiger Arzneimittel eingebracht. Die Antragsteller behaupteten darin, dass durch den Versandhandel "die ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung durch ein flächendeckendes Netz von Apotheken gefährdet, die Sicherheit bei der Arzneimittelabgabe, insbesondere durch neue Vertriebswege wie die Einschaltung gewerblicher Abholstellen nicht gewährleistet" sei.
"Tatsächlich sitzen Versandapotheken häufig in strukturschwachen Gebieten, beteiligen sich am Nacht- und Notdienst und übernehmen alle übrigen Pflichten eines Apothekers vor Ort", wehrte sich BVDVA-Vorsitzender Christian Buse in einer Mitteilung. "Gerade ältere Menschen in ländlichen Gebieten kaufen bei Versandapotheken ein. Offensichtlich besteht hier ein Bedürfnis der Verbraucher."
OLDENBURG (MedCon/ms) - Das Oberlandesgericht Oldenburg hat entschieden, dass Apotheken in der Adventszeit günstige Weihnachtsartikel bewerben und verkaufen dürfen. Die Richter sahen darin keinen Wettbewerbsverstoß und hoben damit eine Entscheidung aus erster Instanz auf. Die Begründung: Der Verkauf habe nicht der Umsatzsteigerung, sondern der Verbreitung vorweihnachtlicher Stimmung gedient.
26.02.2008 (MedCon/ms) - Ein weiteres Anzeichen für den erstarkenden Direktvertrieb? Der niederländische Pharmagrossist OPG verleibt sich für 132 Millionen Euro den Arznei- und Medizinbedarfversorger Byram Healthcare ein. Byram gehört zu den größten US-amerikanischen Direktlieferanten, die unmittelbar den Patienten versorgen. OPG tritt damit erstmals in den US-Markt ein und stärkt seine Position im Direktversorgergeschäft.
24.01.2008 (MedCon/ms) - Eine "international" genannte Apotheke muss nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichten keine Arzneimittel aus aller Welt führen. Damit hob das Gericht ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster gegen die "Rathaus-Apotheke" in Hagen auf. Diese bietet nach eigenen Angaben Beratung in 16 Sprachen, ausländische Arzneibücher und einen Importservice an. Geklagt hatte die Apothekerkammer Westfalen-Lippe.
22.11.2007 (MedCon/ms) - Der Pharmahersteller Eli Lilly hat für sein Schizophrenie-Medikament
Zyprexa (Olanzapin) Rabattverträge mit einigen AOK und der Deutschen
BKK geschlossen. Mit den Rabattverträgen über will der
Hersteller Generikaherstellern zuvorkommen. Im Juni hatte das Bundespatentamt Lilly das Patent
für das Mittel entzogen.
19.10.2007 - Wie die ungarische Tageszeitung Népszabadság (sprich: Nepschobodsag, dt.: "Freiheit des Volkes") berichtet, will die deutsche Drogeriemarktkette dm demnächst in Ungarn OTC-Arzneimittel verkaufen. Das Blatt zitiert dm-Manager Wolfgang Strasser mit der Aussage, dm wolle bis zum Jahresende in allen 203 ungarischen Filialen diese frei verkäuflichen Medikamente anbieten.
28.09.2007 (dpa) - Der Deutsche Apothekertag hat eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent gefordert. Eine ermäßigte Mehrwertsteuer auf Medikamente würde das Gesundheitssystem um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr entlasten, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Donnerstag in Düsseldorf mit. In Ländern wie Frankreich, Italien oder Polen gelte für Arzneimittel bereits ein deutlich geringerer Mehrwertsteuersatz als der sonst landesübliche. Die "Düsseldorfer Erklärung" werde von Apothekern, Arzneimittelherstellern, Ärzten Krankenkassen und Patientenverbänden gleichermaßen unterstützt.
26.09.2007 (MedCon/ms) - Die Apothekeneinkaufsgenossenschaft Apeg will nach Informationen des Branchendienstes "apotheke adhoc" ihr Liefergebiet nach Norden erweitern. Ab Oktober sollen rund 50 Apotheken in Hamburg und Bremen für das Einkaufsprogramm gewonnen werden. Zurzeit sind etwa 150 Apotheken Kunden von Apeg.
25.09.2007 (MedCon/ms) - Unter dem Namen "farma-plus-Apotheke" hat der Münchener Unternehmensberater Horst Tiedtke ein großhandelsunabhängiges Konzept für Discount-Apotheken entwickelt. Durch einen "optimierten Einkauf" und den "Verzicht auf Zugaben und aufwändige Schaufenstergestaltung" sollen günstige Preise realisiert werden. Alle farma-plus-Apotheken werden nach DIN ISO zertifiziert. Die bisher fünf teilnehmenden Apotheken haben ihre Kundenzahl "mehr als verdoppelt", so Tiedtke.
24.09.2007 (MedCon/ms) - Die Stiftung Deutsches Gesundheitstelefon startet am 27. September auf der Messe Expopharm die erste gebührenfreie und bundesweite Apotheken-Notdienst-Hotline. Unter 11 8 99 erfährt der Anrufer dann die nächste dienstbereite Apotheke, für 50 Cent kann er sich mit ihr verbinden lassen.
21.09.2007 (MedCon) - Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker informiert in Abstimmung mit der zuständigen Überwachungsbehörde über einen Rückruf des Herstellers biomo pharma GmbH. Betroffen sind wegen Untermischung mit Losartan Tabletten in unbekanntem Umfange beim Lohnhersteller Omeprazol-biomo 40 mg Kapseln in den Packungsgrößen 15, 30, 50, 60, und 100 Hartkapseln folgender Chargen: LC00 -398, -402, -404, -411, -412, -464, -465, -483, -491, -517, -519, -528. Alle öffentlichen Apotheken sind aufgefordert, die entsprechenden Packungen in Quarantäne zu nehmen.
31.08.2007 (MedCon/ms) - Wie das US-amerikanische Markenschutz- Unternehmen MarkMonitor berichtet, verkauft die Mehrzahl der Online- Medikamentenanbieter zweifelhafte Produkte, missbraucht bekannte Marken und gefährdet die Verbraucherdaten. Bei zehn Prozent der 3160 untersuchten Anbieter wäre zur Ausgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel nicht einmal ein Rezept verlangt worden. In Deutschland sind allerdings nur zwei Prozent dieser Shops basiert.
31.07.2007 (MedCon) - Die Versandapotheke Sanicare aus Bad Laer bei Osnabrück wächst stetig weiter. Der Umsatz habe sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/2007 um 76 Millionen Euro auf 356 Millionen Euro gesteigert. Dabei habe sich der Versandapothekenumsatz von 80 auf 125 Millionen Euro erhöht. Die Zahl der Mitarbeiter sei von 500 auf 662 angewachsen. Sanicare ist nach eigenen Angaben der größte Arzneimittelversender Deutschlands.